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Kreis Emmendingen - Emmendingen

5. Dec 2018 - 11:40 Uhr

Neuer Niedrigstenergiehaus-Standard gilt ab 2019 - Fachleute erörtern Chancen und Potentiale der EU-Gebäuderichtlinie im Emmendinger Rathaus

Fachleute erörtern Chancen und Potentiale der EU-Gebäuderichtlinie im Emmendinger Rathaus - Emmendingens Klimaschutzmanager Armin Bobsien im Interview.
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(EM/RT) Viele Städte und Gemeinden nehmen ihre Vorreiterrolle im kommunalen Klimaschutz bewusst wahr. Sie führen Energiestandards im Neubau ein, die noch anspruchsvoller als die gesetzlichen Mindestanforderungen nach EnEV sind. Das angestrebte Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) soll die EU-Gebäuderichtlinie umsetzen. Letztere fordert auch den Niedrigstenergiehaus-Standard für kommunale Nichtwohnbauten ab 2019 und für private, beheizte Gebäude ab 2021. Auf dem Weg zum Niedrigstenergiehaus-Standard in der Praxis eröffnen sich für die kommunale Bauleitplanung vielfache Chancen und Potentiale. Welche diese sind und welche Barrieren es zu überwinden gilt, diskutieren heute Referenten und Tagungsteilnehmer einer Fortbildungsveranstaltung der Stadt Emmendingen im Sitzungssaal des Rathauses.

Das Klimaschutzkonzept der Stadt Emmendingen sieht die Einführung von Energiestandards für öffentliche Gebäude vor. Mit der EU-Gebäuderichtlinie soll ab 2019 der Niedrigenergiehaus-Standard für kommunale Nichtwohnbauten verbindlich eingeführt werden. Zu den damit verbundenen Potentialen und Chancen in der kommunalen Bauleitplanung führt die Stadt Emmendingen gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und der Energieagentur Regio Freiburg eine Informationsveranstaltung im Sitzungssaal des Rathauses durch. Aufgrund der hohen Nachfrage war die Veranstaltung mit 90 Teilnehmern schon im Vorfeld ausgebucht.

„Wir treffen uns heute hier im Rathaus in Emmendingen, weil uns der Klimawandel immer mehr zum Handeln zwingt“, begrüßte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer die Teilnehmer. „Wer den Sommer 2018 erlebt hat, weiß, wovon wir heute reden!“, ergänzte das Stadtoberhaupt. Er sei sehr gespannt, wie die ab 2019 gültige EU-Gebäuderichtlinie umgesetzt werde, so Schlatterer. Vor allem in anderen Ländern der EU werde er die Umsetzung mit Spannung beobachten.

„Auch wir in Emmendingen stehen bei Bauvorhaben im stetigen Konflikt zwischen Umweltvorgaben und der Bezahlbarkeit“, gestand der Oberbürgermeister und berichtete von intensiven Diskussionen in den Gemeinderatssitzungen.
Aufgrund der angespannten Wohnraumsituation im Raum Freiburg sei die Schaffung bezahlbarer Wohnungen eine stetige Herausforderung.

Nach OB Schlatterer sprachen auch Thomas Steidle von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und Rüdiger Fleck von der Energieagentur Regio Freiburg kurze Grußworte.

Moderator Helmut Bauer (Umweltforschungsinstitut Tübingen) leitete dann zum ersten Redner, Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker über.

Von Weizsäcker, ehemaliger Ko-Vorsitzender des International Resource Panel und Ehrenpräsident des Club of Rome, wohnt und arbeitet seit 2008 freiberuflich in Emmendingen. Der Träger des Deutschen Umweltpreises referierte über den Zusammenhang von energieeffizientem Bauen zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz.
„Viele Deutsche haben den längst stattfindenden Klimawandel erst wahrgenommen, als Gottschalks Haus abgebrannt ist“, zeigte von Weizsäcker die Realität auf. Dabei habe die Klimaveränderung dramatische Auswirkungen vor allem in Asien und rund um Grönland. Das Eis in der Grönlandregion schmelze stark und verursache eine Erhöhung des Meeresspiegels. Das wirke sich wiederum vor allem in Asien aus da dort viele Menschen direkt am Meer leben würden.
Leider sei vor allem in USA der Klimawandel immer noch kein Thema und die dortige Politik vor allem durch Zuwendungen von Firmen gesteuert, die vom Abbau fossiler Brennstoffe profitierten, so Weizsäcker.

In weiteren Referaten werden im Laufe des Tages Dipl.-Ing. Melita Tuschinski, Herausgeberin des Experten-Portals www.EnEV-online.de, Thomas Steidle, Ulrich Rochard (ebök Tübingen), Wolfgang Feist (Universität Innsbruck) sowie Robert Persch (Stadt Heidelberg) auf die Umsetzungsmöglichkeiten der neuen EU-Richtlinie eingehen. Eine Podiumsdiskussion wird die Veranstaltung am Nachmittag beschließen.

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